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Tibiaschaftfraktur

Die Tibia ist extrem belastbar und hat eine gewichtstragende Aufgabe. Die Tibia ist über die Membrana interossea cruris mit der Fibula verbunden. Diese Verbindung bildet das Tibiofibulargelenk, distal ist es eine Syndesmose, proximal eine Amphiarthrose.

Häufige Ursache für einen Bruch der Tibia ist ein Trauma (äußere Kraft) bei Sport oder Unfällen.


Komplikationen können Infektionen sein (wenn es sich um eine offene Fraktur handelt oder operativ behandelt wird), Nervenverletzungen oder Kompartmentsyndrom.

Wie immer sind bei der Arbeit an einer Operationsstation alle distalen Widerstände kontraindiziert.


Tibiafrakturen gehen Hand in Hand mit Entzündungszeichen wie Schwellung und Schmerzen sowie eingeschränkter Mobilität. Aufgrund ihrer Tragefunktion ist sie häufig deformiert, verdreht und / oder weicht von ihrer Achse ab.

Wenn konservativ behandelt wird, müssen die Ärzte dem N. peroneus besondere Aufmerksamkeit schenken, da die Gips/ die Schiene normalerweise auf dessen Höhe endet und zu seiner Kompression führen kann. Patienten könnten möglicherweise einen Fallfuß entwickeln (siehe Ganganalyse), wenn der Nerv dauerhaft verletzt wird.

Eine konservative Behandlung ist nur eine Option, wenn sich die Tibia noch in der richtigen Position befindet. Wenn die Tibia jedoch von ihrer Achse abweicht, wird sie operativ neu positioniert und mit einem Marknagel, einer Plattenosteosynthese oder einem Fixateur extern gesichert.


Unsere physiotherapeutischen Ziele sind ähnlich wie bei anderen Frakturen, Lindern der Schmerzen und Schwellungen (durch Hochlagern, Kryotherapie und Techniken der manuellen Lymphdrainage), "begleiten" des reaktiven Hypertonus der Knie- und Plantarflexoren und mobilisieren (innerhalb der Indikationen und Kontraindikationen) den aktuellen Stabilitätszustand (mit Krankengymnastik und passivem Bewegen durch den PT), Schulen, wie man richtig mit Stützen geht und wie viel Gewicht der Patient auf das betroffene Bein bringen darf usw.


In der Spätphase der PT-Behandlung könnte es das Ziel sein, die Beinachse so weit wie möglich zu korrigieren, den Gang ökonomisieren und den Patienten dabei zu unterstützen, sich auf Einlagen einzustellen, falls die Fraktur zu einer unterschiedlichen Beinlänge geführt hat.

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