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Hüftdysplasie (Pädiatrie)

Aktualisiert: 11. Dez 2020

→ beschreibt angeborene oder erworbene Anomalien der Hüftpfanne oder des Femurkopfes, die mit mangelnder Kongruenz einhergehen und so das Risiko für Luxationen u.ä. erhöhen. Bei Neugeborenen beziehen wir uns auf die angeborene Variante.


Ursachen:

  • Lage im Uterus

  • Hormonelle Faktoren

  • Familiäre Disposition

  • Mechanische Faktoren


Klinik:

  • Im Sono (U3 Untersuchung; im ersten Lebensmonat): flache und steile Gelenkpfanne

  • Craniodorsal abgeflachter Pfannenrand

  • Lateralisierter, oft deformierter Femurkopf

  • Abweichungen der Femurachse/ des CCD Winkelns


Befunde:

  • Eingeschränkte Aktivität des betroffenen Beines

  • Faltenasymmetrie im Po Bereich

  • Abduktionshemmung (wird in RL kontrolliert bei 90° Flex: 80-90° bei Neugeborenen, 65° bei Zweijährigen)

  • Schonhaltung

  • Beinlängendifferenz

  • Hinken/ Watscheln im Gang


Ziele:

  • Beweglichkeit des Gelenks verbessern

  • Vermehrte Wahrnehmung und Aktivierung des betroffenen Beines

  • Zentrierung des Hüftgelenks in verschiedenen Positionen


Maßnahmen:

  • Breites Wickeln (bei leichteren Ausprägungen)

  • Spreizhosen

  • Tragevariationen mit viel Hg-Flex, Abd, AR

  • Sitzvariationen: Ringsitz, Reitersitz (der Zwischenfersensitz ist hier absolut nicht geeignet, gehört bei gesunden Kindern aber zur motorischen Ontogenese!)

  • Aktivierung der Beine, Wahrnehmung verbessern (freies Tragen der Beine fördern, Hand-Fuß-Koordination verbessern, etc)

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