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Gruppentherapie - Behandlungsaufbau (Bewegungserziehung)

Die Gruppentherapie ist ein wichtiger Bestandteil der Physiotherapie, da insbesondere Rehaeinrichtungen häufig verschiedene Kurse und Gruppen anbieten. Viele private Praxen bieten auch Gruppentherapien an, die ihre Patienten selbstständig als Prävention oder Rehabilitation nutzen können.

Die Möglichkeiten der Gruppentherapie sind erstmal sehr unspezifisch und müssen an ein bestimmtes Ziel angepasst werden. Abhängig von der Gruppe oder Institution hat man vielleicht nicht einmal körperliche/strukturelle Ziele wie Kraft oder Mobilität, sondern eher affektive oder kognitive Ziele, insbesondere wenn Sie mit psychologischen Patienten oder pädiatrischen Gruppen arbeiten.


Jede Gruppentherapie sollte in Einführung, Hauptteil und Schlussteil geordnet werden.


Einführung / Vorbereitung:

Sich selbst vorstellen (PT) und ein pädagogisches Umfeld schaffen, das Ziel der Gruppe und die Relevanz für die einzelnen Patienten zu erläutern.

Aufwärmen: spezifisches und allgemeines Aufwärmen, um die Herz-Kreislauf-Aktivität zu erhöhen, die korrekte Ausführung zu lehren oder eventuell Spiele zu spielen, um eine bessere Gruppendynamik zu schaffen. Hier schult man auch schon eine bessere Körperwahrnehmung und Koordination.


Ziele der Einführung sind:

  • kognitive Ziele: Informieren der Patienten über die Ziele usw

  • affektive Ziele: Schaffung einer Gruppengemeinschaft und Vertrauen zwischen den Teilnehmern, Spaß und Vorfreude auf die kommende Therapieeinheit

  • Motorische Ziele: Aufwärmen der Körperstrukturen und Erhöhen der Herzfrequenz, Lehren von Technik / richtiger Übungsausführung.

Hauptteil:

Umsetzen des eigentlichen Gruppenziels. Erklären und Üben der motorischen Fähigkeiten, die die Patienten verbessern sollen.


Ziele:

  • Motorische Ziele (nicht immer!): Ausdauer, Kraft, Mobilität, Koordination,…

  • Kognitive Ziele: Verknüpfung der motorischen Fähigkeiten mit der Aktivitätsebene/ ADL* des Patienten,

  • Affektive Ziele: Schulung des Körperbewusstseins (Was kann mein Körper tun, was kann er nicht?)

Wichtig: Der Hauptteil ist der zentrale Teil der Therapie. Er muss zuerst geplant werden (es ergibt keinen Sinn, die Erwärmung vor dem Hauptteil zu planen) und muss auf das Hauptziel hinarbeiten. Man muss genau planen, was man methodisch verwenden möchte und mit welchen äußeren Bedingungen man arbeiten muss. Vergewissere dich außerdem, dass du gemäß den geltenden PT-Prinzipien vorgehst. Du musst auch auf die Trainingsprinzipien (Sätze, Wiederholungen, Pausen) achten.


Schlussteil:

Auch hier wieder ein pädagogisches Umfeld schaffen und Feedback geben. Hier konzentrieren Sie sich auch auf Erholung und Entspannungstechniken. Man kann das tun, indem man Übungen wählt, die Körperwahrnehmung erfordern und schulen, insbesondere wenn man in der Einleitung etwas Ähnliches getan hat. Nachdem du dich verabschiedet hast, musst du je nach Institution / Praxis, in der du arbeiten, die von dir verwendeten Geräte reinigen.

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