• Lara

Galvanik

Aktualisiert: März 12

  • Gleichstrom

  • 0Hz

  • Gleichbleibende Intensität und konstante Stromflussrichtung


Wirkung:

  • Analgesierend

  • Hyperämisierend: Sympathikustonus an den prekapillaren Sphinctern wird gesenkt und das sorgt für die Mehrdurchblutung, Entzündungsmediatoren werden ausgeschüttet und die Haut wird gereizt.

  • Eutonisierung der Skelettmuskulatur

  • Kann Sympathikussenkend wirken oder erregend (absteigende oder aufsteigende Anlagetechnik)

  • Unter der Kathode: Kolliquation (Lauge bildet sich), erregbarkeitssteigernd, eiweißverflüssigend → hier starke Verätzungsgefahr!

  • Unter der Anode: Koagulation (Säure bildet sich), erregbarkeitsdämpfend → die Anode kommt (nur) bei Galvanik ins Schmerzgebiet


Anlagetechnik:

  • Keine Sauger! (Verätzungsgefahr weil die Schwämme durch den Saugeffekt noch schneller austrocknen als ohnehin schon)

  • Doppelschwamm (sh. oben; Verätzungsgefahr ist zu hoch wenn der Schwamm nicht nass genug ist usw)

  • Hier könnte man Iontophorese machen (nur bei Galvanik); dh. ein Medikament unter die Elektroden (Achtung: hier vorher gucken welche Ladung das Medikament hat und unter welche Elektrode es dementsprechend muss).

  • Anode ins Schmerzgebiet (nur bei Galvanik! Sonst immer die Kathode, kann man so auswendig lernen)

  • Elektroden sollten gleich groß sein (weil die Wirkung sonst schwerer zu berechnen ist, wenn ich absolute ET Crackheads seid, ist das schon möglich, will aber gekonnt sein)

  • Wenn die Anode cranial liegt, haben wir eine absteigende Wirkung, wenn die Kathode cranial liegt, dann eine aufsteigende, anregende Wirkung. Wenn man segmental arbeitet entspricht cranial hier der Nähe zum ZNS. Das bezeichnet man auch als den Wirkfluss des Stromes (nicht zu verwechseln mit dem Stromfluss, der ist von Kathode zu Anode)


Dosierung:

  • bei akuten Geschehen: unterschwellig, bei chronischem: überschwellig

  • sensibel schwellig (dh. wenn der Patient etwas spürt)

  • Wenn Galvanik bei einem anderen Strom zugeschaltet wird oder der Patient sensibel eingeschränkt ist (wie bei Polyneuropathien), muss man den maximalen Grenzwert ausrechnen um sicherzugehen, dass es nicht zu Verätzungen kommt; dazu: 1mA/10cm² → dh: unterschwellig = x0,05 schwellig = x 0,1 überschwellig = x 0,2

  • Dauer: individuell, je nach Indikation und Behandlungsziel und -planung

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