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COPD (auch COLE/ COLD - chronisch obstruktive Bronchitis)

Aktualisiert: 19. Juli 2020

Definition:

Chronische Entzündung des Tracheobronchialbaumes über mindestens 3 Monate mit Husten & Auswurf (WHO).


Einteilung der Schweregrade:

Die folgenden Prozentangaben sind das FEV - forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde

  1. Grad - 80-100%

  2. Grad - 50-80%

  3. Grad - 30-50%

  4. Grad - unter 30%


Pathogenese:

  1. Einfluss von Noxen wie zB Rauch/ Tabak

  2. Schädigung/ Lähmung des Flimmerepithels: es kommt zum Sekretstau einer Entzündungsreaktion und Husten mit klarem, schleimigen Auswurf.

  3. Stadium der einfachen chronischen Bronchitis: Schleimhautödem, Hyper- und Dyskrinie (=zu viel Sekret), Husten mit schleimigem Auswurf

  4. eitrige chronische Bronchitis: Schleimhautödem, Hyper- und Dyskrinie (=zu viel Sekret), Husten mit eitrigem, gelb-grünlichem Auswurf bis hierhin noch reversibel!!!

  5. chronisch obstruktiv: Schleimhautatrophie --> Bronchialwandatrophie --> Bronchialwandkollaps (exobronchial Obstruktion, weil sich der intrathorakale Druck bei Belastung erhöht und die Bronchialwände aufgrund der Atrophie dem Druck nicht mehr standhalten*), außerdem: Husten, eitriger Auswurf, Atemgeräusche wie Giemen, Pfeifen, Brummen,.. ständige Atemnot

* deswegen auch die Lippenbremse: aufgrund der körpereigenen Stenose erhöht sich der Druck in den Atemwegen und sie werden wieder geweitet. Man setzt dem hohen intrathorakalen Druck quasi etwas entgegen, sodass die Bronchien nicht zusammen "klappen".


Therapieziele:

  • Unterstützung der gestörten bronchialen Reinigung zur Minderung der. endobronchialen Obstruktion (--> Sekretelimination)

  • Verbesserung der Ausatmung: Minderung der exobronchialen Obstruktion (--> Lippenbremse, v.a. bei Belastung)

  • Erhalt/ Verbesserung der Thoraxbeweglichkeit & Zwerchfellaktivität

  • Verbesserung/ Erhalt der Ausdauerleistung, v.a. der lokalen Ausdauer

  • Detonisierung der hypertonen Atemmuskulatur

  • Verbesserung von Perfusion und Ventilation

  • Hilfe zur Selbsthilfe! Selbstmanagement fördern!


Wiederholung der Schritte zur Sekretelimination:

  1. Lokalisation

  2. Lösen

  3. Transport

  4. Exploration

Therapie:

sh. Atemtherapie


KIK:

Patienten nie auffordern tief einzuatmen! Pat. befinden sich schon in der Einatemstellung und somit arbeitet man direkt in die Pathogenese hinein. Auch bei Gruppenbehandlungen nie aktiv in die Einatmung arbeiten.

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