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Arthritis (1/3: Arthrose vs. Arthritis)

Arthritis

(Griechisch: Arthrosgelenk und -entzündung bei Entzündungen)

Arthritis ist einfach die Entzündung eines Gelenks, insbesondere der Gelenkkapsel. Wir unterscheiden zwischen infektiöser und nichtinfektiöser Arthritis. Ursachen der infektiösen Arthritis sind zum Beispiel Hepatitis, Tuberkulose und Ross-River-Fieber. Die nichtinfektiöse Arthritis ist häufiger und wird häufig durch Traumata, rheumatische Erkrankungen und Medikamente (z. B. Cortison) verursacht.

Arthritis geht mit klassischen Anzeichen einer Entzündung einher: Schwellung, Schmerzen, Rötung, Wärme und Funktionsverlust. Schwellung, dh die Ansammlung von Flüssigkeit führt zu einer Verdünnung der Gelenkflüssigkeit. Einfach gesagt gibt es mehr "Wasser" in der Synovia und weniger Eiweiß.

Die Synovia wird dünner und weniger viskös, was bedeutet, dass sie ihre Aufgabe, die Belastung / Reibung am Gelenkknorpel zu verringern, nicht erfüllen kann. Der Schmerz ist eine Folge der Schwellung (mehr Flüssigkeit = mehr Druck) und der Freisetzung von Schmerz- und Entzündungsmediatoren wie Histamin oder Prostaglandinen.

Aufgrund der höheren Reibung des hyalinen Knorpels kann Arthritis tatsächlich zu Arthrose führen, dazu später mehr.

Eine durch Trauma verursachte akute Arthritis sollte nach 7 bis 10 Tagen nachlassen (siehe Wundheilungsphasen) und verläuft in der Regel ohne Komplikationen.

Unter einer Röntgenaufnahme würde man einen verminderten Gelenkspalt sowie strukturelle Veränderungen an den Knochen sehen (Demineralisation am Gelenkspalt). Dies könnte bei Arthritis bei rheumatologischen Patienten der Fall sein.


Beispiel: Omarthritis

Die Ursache für eine Arthritis des Schultergelenks kann ein Impingementsyndrom sein, aufgrund von zu hoher Belastung bei (durch BWS Flexion) verkleinertem subacromialem Raum.

Die Diagnose umfasst zB die klassischen Entzündungszeichen sowie Muskelkontrakturen und Verwachsungen der Gelenkkapsel. Die Synovia wird verändert und das umgebende Knorpel- und Knochengewebe wird zerstört. All dies führt zu funktionellen Problemen und Einschränkungen des Schultergelenks sowie zu insuffizienter Muskulatur. Wenn eine aktive Stabilisierung nicht möglich ist, kommt es zu muskulären Dysbalancen, die zu mehr Schmerzen führen können.


Unsere PT-Ziele sind:

Schmerzlinderung durch (akute) Anwendung von Kurzzeiteis und Entlastung; In chronischen Fällen verwenden wir Wärme, Traktion (Schütteltraktion zB) und (aktive) Mobilisierung von Bindegewebe, Faszien und Muskeln.

Wichtig sind hier in der Frühphase vor allem Aufklärung und Haltungsschulung (in der Statik und der Dynamik).


Ein anderes Beispiel ist chronische Polyarthritis. Es ist eine rheumatologische Arthritis, die durch genetische Faktoren verursacht wird und ein Autoimmunprozess ist. Grundsätzlich greift das Immunsystem des Patienten den eigenen Körper an und führt zu Entzündungen. Diese führen wieder zur Verdünnung der Synovia, die dann zum Knorpelabbau führt. Frauen sind 2-3 Mal mehr betroffen, Männer sind jedoch im Durchschnitt schon im jüngeren Alter. Dieser Prozess wird in Stufen eingeteilt, zuerst ist es nur ein entzündetes Gelenk, dann wird das Gelenk zerstört, da sich neues Gewebe bildet und wuchert. Es bilden sich knöcherne und fibröse Ankylosen, Bänder und Sehnen sind betroffen, so dass sie anfälliger für Rupturen sind.


Physiotherapie

Wir als PT können Krankengymnastik sowie Kryotherapie anwenden (die Patienten wissen normalerweise, ob sie Wärme oder Kälte bevorzugen, Traktion (nicht an der Halswirbelsäule), Entspannungstechniken, passive Mobilisierung und Ultraschall. Wir können auch versuchen, eine manuelle Therapie anzuwenden um die Beweglichkeit der Gelenke zu erhöhen: Es ist wichtig, dass die Fehlstellung nicht gefördert wird und keine akute Episode durch Überbeanspruchung des Patienten unterstützt wird.

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