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Übungsqualität und Modifikation

Während wir versuchen, eine breite und organisierte Auswahl von Übungen für Patienten anzubieten, kann jede Übung auf so viele Arten modifiziert werden, dass die Liste endlos ist. Dieser Beitrag soll einen Überblick darüber geben, welche Faktoren und "regulierenden Schrauben" man nutzen kann, um eine Übung an den speziellen Fall anzupassen.

All das ist ohne Wertung, da verschiedene Indikationen und Kontraindikationen unterschiedliche Anpassungen erfordern können, dh keine Variation ist inherent besser als eine andere.


Punctum Mobile und Punctum Fixum:

Welcher Gelenkpartner macht die Bewegung und welcher bleibt stehen? Aufgrund der Konkav- und Konvexregel kann dies mehr oder weniger Abnutzung des Gelenkknorpels bedeuten, eine physiologischere / funktionellere Bewegung, es kann jedoch auch bedeuten, dass Sie eine andere Ausgangsposition nutzen müssen oder andere Strukturen/ Körperteile mehr beladen müssen.


Ausgangsposition:

Darf dein Patient die Beine belasten? Haben sie strukturell veränderte Gelenke oder andere Einschränkungen, die das Knien unmöglich machen könnten? Kann er in die Kniebeugung gehen, wenigstens bis 90 °? Bauchlage, Rückenlage, Sitzen, Stehen, Seitenlage, ... Die Position ändert sich auch in welche Richtung die Schwerkraft wirkt und beeinflusst wie man welchen Muskel oder welche funktionelle Kette beladen kann.


Insuffizienzen:

Sind physiologische Insuffizienzen für Ihre Übung relevant? Können Sie die passive Insuffizienz des M. gastrocnemius "ausschalten", indem Sie den Patienten in Plantarflexion gehen lassen? Oder bei der Kniebeuge? Oder hemmt die aktive physiologische Insuffizienz des M. rectus femoris die volle Hüftbeugung, solange der Patient das Knie streckt?


Rollen und / oder Gleiten:

Wieder betrachten wir die Konvex-Konkavregel: Gibt es mehr Rollen der Femurcondylen oder Gleiten des Tibiaplateaus?


Offenes oder geschlossenes System:

Während das geschlossene System einige Vorteile bietet, ist das funktionelle Problem deines Patienten möglicherweise während der Spielbeinphase, nicht am Standbein. Daher machen Übungen mit offenem System möglicherweise mehr Sinn oder der Patient ist nur bewegungsstabil und darf das betroffene Körperteil nicht belasten. Die Arbeit mit einem geschlossenen System hat den Vorteil einer besseren Propriozeption und ist in der Regel funktionaler (siehe z. B. Kniebeugen).


Widerstand & Richtung:

Passiv, assistiv, aktiv oder gegen Widerstand? Wird der Widerstand distal oder proximal gegeben? In axialer Ausrichtung oder dreidimensional?

Arbeitest du achsengerecht oder in funktionellen Diagonalen?


Kontraktionsform:

Wie arbeitet die Muskulatur? Exzentrisch, konzentrisch, beides? Welche Muskeln arbeiten? Dies kann in funktionalen, dreidimensionalen geschlossenen System-Übungen schwierig / nahezu unmöglich zu analysieren sein, ist aber dennoch ein wichtiger Faktor, den man bedenken sollte.


Geräte & Zubehör:

Ist ein Gerät, ein Hilfsmittel notwendig? Während es viele neue Optionen bietet, ist es normalerweise nicht ideal für das selbstständige Üben des Patienten. Ihre Behandlungsliege gilt bereits als Gerät.

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